Apulien 2002  (5.4. bis 19.4.2002)

600 Gesamtkilometer in 11 Etappen

Für Interessierte der gesamte Tourenverlauf mit Anmerkungen, was wir heute anders/besser machen würden. Am besten man liest sie mit einer Karte nebendran. Vieles stand auch in meinem sorgfältig gepflegten Fotoalbum, dass mir pixum leider versehentlich und unwiederbringlich gelöscht hat. 

Diese Seite ist Radfahrern gewidmet, die nicht wie ich fast ein halbes Jahr nach brauchbaren Informationen über die Durchführung einer Radtour durch Apulien suchen wollen. Weder in Büchern noch im Internet lassen sich für Radler Informationen über empfehlenswerte Strecken oder fahrbare Pisten auffinden. Die im Nachhinein verfassten, persönlichen Anmerkungen sollen helfen, die Tour zu optimieren.

Andiamo ! 


Flug von Frankfurt nach Bari Palese, mit dem Rad in einem Horrortrip durch die häßlichen, verkehrsreichen Vorstädte nach Bari Stazione, von dort mit dem Zug bis Polignano (20 km), Streß von von morgens 8 bis abends  10.

Anm.: 
1. Wenn möglich sollte man den Moloch Bari großräumig umfahren. Wer wie wir dort ankommt, ist gut beraten,
nach Norden nach San Giovinazzo oder Ruvo di Puglia zu entschwinden. Wer nicht mit dem Flugzeug dort landen muß, sollte einen ganz anderen Startpunkt wählen. 
2. Polignano ist zwar ein netter Ausgangspunkt, allerdings war unsere Anreise Flug - Rad - Bahn der Vollstreß. 

Polignano -> Castellana Grotte -> Impalata -> Alberobello -> Mass. nigri -> Martina Franca (50 km)

Anm.: 
Wunderschöne Tour in zunächst leicht ansteigendem Gelände. In Castellana nicht den hier angegebenen, sondern den direkten Weg nach Alberobello erfragen. Die von uns versehentlich gefahrene Strecke ist zu verkehrsreich. Ab Alberobello eine traumhafte Strecke.

Martina Franca -> Locorotondo -> Martina Franca -> N 581 -> Massafra (50 km)

Anm.: 
1. Locorotondo sehr schön. Wahrscheinlich wäre eine Anschlußtour nach Ostuni lohnenswert gewesen. Insgesamt  hätten wir mindestens einen Tag länger im Val d'Itria bleiben sollen.
2. Massafra dagegen kann man sich getrost sparen. Die Fahrt dahin ist zwar durch den Übergang der Murgia in Tiefebene des Golfes von Tarant schön, entlohnt einem aber nicht.

Massafra -> Palagiano ->Mass. Specchia -> Laterza -> N 7-> Matera (56 km)

Anm.: 
1. Strecke ebenso wie Matera als Ziel ein Highlight! Besonders der Anstieg nach Laterza landschaftlich schön.
2. Die N 7  Richtung Matera ist sehr wenig befahren, absolut empfehlenswert.
zur Extraseite Matera

Matera -> Venusio -> N 99 -> Altamura -> Ruvo di Puglia (60 km)

Anm.: 
Die N 99 ist dagegen stark befahren, hätten wir südlich umgehen können und sollen. Ab Altamura ruhige dafür aber landschaftlich öde Strecke. Ruvo als Ziel ganz o.k.

Ruvo di Puglia -> Corato -> Torre d. Veneto -> N 170 -> Castel del Monte -> Andria -> Richtung Bisceglie -> Trani (60 km)

Anm.: 
1. Nach Corato unnötiger Hügel mit unerwartet heftigen Anstiegen, kann man südlich umfahren, wenn man einen Abzweig früher auf die N170 fährt.
2. Die Auffahrt nach Castel del Monte ist wenig verkehrsbelastet und gut zu fahren.
3. Zwischen Andria und Trani sehr schöne Fahrt durch endlose Olivenhaine. 

Trani (Regentag)

Trani -> Barletta -> Trinitapoli -> Cant. Moltaltino -> Staz. di Candelaro -> Siponto (82 km)

Anm.: 
Die Küstenstraße bis Torre d. Ofanto problemlos und interessant zu fahren.  Danach die Küstenstraße am Golf von Manfredonia unbedingt meiden. Der angegebene Pfad durchs Hinterland des Tavogliere ist die verkehrsärmere Alternative. 

Siponto -> Manfredonia -> Mattinata -> Baia d. Zagare -> Coppa S. Tecla -> Testa del Gargano -> Vieste (68 km)

Anm.: 
1. Immer der Ausschilderung Litoranea folgen.
2. Diese wunderschöne Strecke nicht unterschätzen! Es sind fast 1.000 Höhenmeter.
3. Abkürzung (ab Coppa S. Tecla nicht nach Pugniochiuso) auch landschaftlich sehr empfehlenswert. Schöne Fahrt im "Urwald" des Gargano. 

Vieste -> Peschici (25 km)

Einmalig schöne Garganoküste!

Peschici -> Rodi Garganico (16 km)

Nochmals sehr schön!

Rodi Garganico -> Lido d. Sole -> Torre Mileto -> Giuro -> Apricena -> N 89 -> San Severo (70 km)

Anm.: 
1. Insgesamt nette Strecke. Eine Landschaft wie in Cornwall begleitet einem um den M.d.Elio herum. Die N 89 ist mäßig befahren.
2. San Severo ist als eine vom Tourismus gänzlich unbeleckte Kleinstadt ein sehr interessantes Ziel.

San Severo -> Foggia - Zug bis San Giovinazzo (40 km)

Anm.: 
Zweimal den Tavogliere zu durchqueren, wollten wir uns nicht antun. Wäre echt langweilig gewesen. Foggia wenig reizvoll.
Infos zum Bahnfahren mit Rädern in Italien -> hier

San Giovinazzo 

Anm.: 
Hübsches Städtchen, das wir als Startbasis für unseren Heimflug tags drauf benötigten. Von hieraus ist es zum Flughafen Bari nur eine knappe Stunde Fahrt.

Rückflug Bari - Frankfurt (18 km)

Wer Anm. zur Fliegerei und einem Radtransport in Flugzeugen lesen möchte, der klicke hier.

 

Stand Mai 2002

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