Was gibt es beim Bahnfahren in Italien Besonderes zu beachten?
In fast allen Regionalzügen (mit R auf dem Fahrplan gekennzeichnet) und in vielen Interregios IR können Fahrräder mitgenommen werden. In übergeordneten Intercity-Verbindungen (Eurostar) dagegen leider, leider nicht. Ausnahme: Sie beginnen oder enden im Ausland und der Zug ist dort für Radtransport vorgesehen, z.B. München - Brenner - Florenz oder Mannheim - Gotthard - Mailand - Florenz.
Man braucht wie in Deutschland auch für den Transport von Räder eine spezielle Fahrkarte (supplemento per transporto bici). Das Radticket kostete im Jahr 2005 4,00 € und galt 24 Stunden lang, was im Vergleich zur Fahrkarte für Personen teuer ist. Inzwischen (2007) kann auch das Ticket die Radkarte mitenthalten und trägt dann den Zusatz "bici al seguito".
Am Bahnhof gibt in der Regel nur ein Schalter das Radticket aus. Also fragen, bevor man sich in die Schlange stellt.
Kleinere Stationen haben oft keinen besetzten Schalter mehr. Dann verkauft in der Regel der Kiosk oder ein Tabbacchi in direkter Nähe die Fahrkarten.
Ganz wichtig: Convalidare = entwerten! Alle Bahnkarten sind ohne Entwertung ungültig! Man muß sie also alle durch die gelben Entwertermaschinen drücken, was gerade bei den schmalen Radtickets oft schwierig ist. Aber ohne Aufdruck macht der Schaffner im Zug garantiert Probleme.
Das Fahrradabteil ist immer der erste oder letzte Wagen des Zuges und gut zu erkennen (großes Fahrrad-Symbol). Falls wider Erwarten geschlossen ("fuori servizio"), schließt der Schaffner (capo del treno) auf oder erlaubt den Transport im Einstiegsbereich der Personenwägen. Wir sind immer mitgenommen worden, waren fast immer die Einzigen mit Rädern und hatten immer viel Platz.
Die Technik des Aufhängens ist etwas anders, aber besser als bei uns: Gepäck runter, Fahrrad auf das Hinterrad kippen/rollen, etwas anheben und das Vorderrad in den Haken in der Decke einhängen - fertig. Das Rad hängt gegenüber den Zugbewegungen wesentlich sicherer, als es im Wagen der DB steht.

Bahnhöfe in größeren Städten haben zwar oft eine Gepäckaufbewahrung, aber keine Schließfächer. Räder werden in der Regel als ganzes nicht angenommen, wohl aber die Satteltaschen.
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