Toskana 1998 (29. Mai bis 14. Juni 1998)
467 Gesamtkilometer in 10 Etappen
1998 war meine zweite, aber die erste
durchgeplante Radtour in Italien. Wir sind über 14 Tage überwiegend in
der unbekannten Toskana, also durch den Osten und den Süden gefahren.
Das Besondere an dieser Tour ist die Überquerung des bewaldeten Monte Amiata,
ein längst erloschener Vulkan, der das Tor zur touristisch noch unberührten Südtoskana
ist.
Anreise mit dem Bus aus München nach Florenz, zurück
wieder mit dem Bus von Marina di Grosseto nach München. Etwas umständlicher
als mit der Bahn, dafür wesentlich billiger.
Unsere selbstgebastelte Karte (etwas weiter unten) gibt die Tour im Überblick wieder, so daß man einen Eindruck bekommt, wie wir gefahren sind, wie groß die Etappen waren, wo wir über Nacht geblieben sind. Sie ersetzt nicht den Radreiseführer mit Karte. Wer Karte und Erläuterung wie nachfolgend haben möchte, sei auf unsere Empfehlungen verwiesen. Die von uns gefahrenen Touren orientieren sich fast alle an den von B. Irrlinger vorgeschlagenen. Sein Buch ist nach unserer Erfahrung das Radtourenbuch für die Toskana.
entnommen aus: Die schönsten Radtouren, Toskana,
von Bernhard Irlinger
Andiamo ! ![]()
1. Etappe Florenz -
Regello: 46 km, anstrengend. Hektische Stadtausfahrt aus Florenz,
lange auf oder neben verkehrsreichen Straßen den Arno aufwärts. Ab San Ellero heraus aus dem
Tal auf ruhige Nebenstraßen, dafür echt heavy.
2. Etappe Regello
- Arezzo: 49 km, mäßig anstrengend,
wenig Autoverkehr, an den letzten Ausläufern des Appenin über dem Arnotal.
Schöne, kleine Bergdörfer liegen auf dem Weg, Arezzo dann eine kleine,
lebendige Großstadt, besuchenswert.
Ristorante: Buca di San Francesco, Via San Francesco 1, Arezzo,
uriges Ristorante im Kellergewölbe.
3.
Etappe Arezzo - Cortona:
43 km, zunächst topfeben durchs Chianatal, dann kurze, aber sehr anstrengende Auffahrt nach
Cortona (15 % Steigung). Fast autofrei. Wer es angenehmer will, muß die
Serpentinen der Hauptzufahrt zur Stadt wählen.
Die kleine Etruskerstadt Cortona gehört
zu den städtebaulichen Höhepunkten der Toscana, schon alleine ihretwegen
hätte sich die Fahrt hierher gelohnt. Eng am Hang liegende, gebogene Gassen mit
kleinen Plätzen, einem sehenswerten Palazzo communale mit großer Treppe, ein
mittelalterliches echtes Juwel!
Unterkunft: Hotel
San Michele, Via Guelfa 15, Cortona, 0575-604348 in der alten Stadtmauer
gelegenes, stilvolles 4-Sterne-Hotel mit Blick auf den trasimenischen See, das Geld lohnt sich!
Ristorante: Osteria del Teatro, Via Maffei 5, Cortona, selten so einfach
und so gut gegessen!
4.
Etappe Cortona - Lago di Chiusi:
40km, relativ erholsame Fahrt durch das breite Chianatal, nichts
Berichtenswertes.
Karte: zum Vergrößern bitte auf die Karte klicken!
5.
Etappe Lago di Chiusi - Pienza:
40 km, auf der N 146 viel Verkehr Es geht hoch ins surrealistisch anmutende
Hügelland der Crete. Landschaftlich eine der schönsten Etappen mit Pienza als
krönendem Ziel. Montepulciano kann man dagegen auslassen.
6.
Etappe Pienza - Arcidosso:
42 km, erste, sehr anstrengende Bergetappe, ganz wenig
Verkehr. Nach kräfteraubendem Auf und Ab ab Seggiano kontinuierliches
Hochschrauben durch dichte Wälder. Arcidosso ist kein attraktiver Standort, S.
Fiora wäre schöner gewesen.
7. Etappe Arcidosso -
Sovana: 45 km nochmals bergauf,
Paßüberquerung auf 980 m... dann vor allem lange runter. Auf der gesamten
Strecke kaum Verkehr. Das kleine
Städtchen Sovana darf als Geheimtipp gelten.
8. Etappe Sovana
- Manciano: 44 km, zunächst
anstrengendes, aber schönes Hügelland mit Abstecher zu den Quellen von
Saturnia, Manciano typische ital. Kleinstadt.
9.
Etappe Manciano - Isola di Giglio:
51 km, viel Verkehr, schnurgerade durch die von Landwirtschaft geprägte Maremma
bis vor ans Meer.
Der Monte Argentario ist absolut ungeeignet zum Radeln, wir mußten allerdings
die Küstenstraße nach Porto San Stefano nehmen, um zu unserem Badeurlaubsziel
übersetzen zu können.
10. Etappe Isola di Giglio - Marina di Grosseto: 67 km, notfallmäßig auf der N 1, ab dort ging der Bus zurück nach Deutschland.
Stand Juni 1998