Toskana 2001 (14. Mai bis 2. Juni 2001)
580 Gesamtkilometer in 14 Etappen
Diese 14-tägige Runde könnte man als die klassische Runde durch den
Westteil der Toskana bezeichnen.
Mit all den großen und bekannten Städten (Florenz, Siena, Pisa, Lucca) und den
touristischen Highlights (San Gimignano, Volterra, Castiglione della Pescaia). Der
besondere Reiz liegt in der Vielfalt der durchfahrenen Landstriche (Chianti, Crete,
Maremma, Küste, Colline metallifere) und in den kleinen Städtchen
wie Montalcino und Massa Marittima.
Anreise mit dem Nachtzug München - Florenz, ebenso
zurück
Unsere selbstgebastelte Karte gibt die Tour im Überblick wieder, so dass man einen Eindruck bekommt, wie wir gefahren sind, wie groß die Etappen waren und wo wir über Nacht geblieben sind. Sie ersetzt nicht den Radreiseführer mit Karte. Wer Karte und Erläuterung wie nachfolgend haben möchte, sei auf unsere Empfehlungen verwiesen. Die von uns gefahrenen Touren orientieren sich oft an den von B. Irrlinger vorgeschlagenen. Sein Buch ist nach unserer Erfahrung das Radtourenbuch für die Toskana.
entnommen aus: Die schönsten Radtouren, Toskana,
von Bernhard Irlinger
Andiamo ! ![]()
1. Etappe Florenz - Radda:
50 km, anstrengend. Stadtausfahrt aus Florenz ohne Probleme machbar, dann
alternativlos auf der Chianticiana hoch ins Hügelland des Chianti, schön aber
mit Autoverkehr, einige Anstiege vor Strada und Panzano, heftiger Anstieg zum
Schluß vor Radda.
Unterkunft: Privatzimmer über Touri-Auskunft, ging
so.
2. Etappe Radda
- Siena: 37 km, mäßig anstrengend,
aber weniger Autoverkehr, noch schönere Landschaft vor allem bis Castellina,
zunächst typisches toscanisches Auf-und-Ab, dann hinab nach Siena.
Unterkunft: Siena war die einzige Stadt, in der wir
einige Zeit vergeblich gesucht haben. Vor allem weil in der Regel keine
Abstellmöglichkeiten für die Räder möglich waren. Gelandet sind wir
schlußendlich im Hotel Villa
Liberty, Viale V. Veneto 11 (Nähe Fortezza), Siena, 0577-44966,
etwas teuer, aber die Zimmer o.k.
3.
Etappe Siena - Montalcino:
60 km, schlechthin die Königsetappe dieser Tour, unvergesslich schöne Fahrt durch die Crete, fast ohne Autoverkehr,
anstrengendes Auf und manchmal Ab, zum
Schluß 6 km langer Anstieg nach Montalcino.
Unterkunft: Il Giglio, Via Soccorso Saloni 5,
0577-848167, empfehlenswert.

4.
Etappe Montalcino - Grosseto:
33 km, anfangs nochmals kleiner Anstieg, dann lange Abfahrt durch Wälder mit
blühenden Ginsterbüschen, weiter unten Weingüter (Brunello und Rosso di Montalcino),
zum Schluß auf vielbefahrener Straße nach Civitella-Paganico, von dort mit den
Zug nach Grosseto, um dem ätzenden Verkehr zu
entgehen. Nach Überquerung des Ombrone
recht langweilige Landschaft, Zug auch wegen der üblen Stadteinfahrt
Grosseto sehr empfehlenswert.
Unterkunft: wie
die ganze Stadt Grosseto war auch das Hotel zum Vergessen!
5.
Etappe Grosseto - Castiglione della Pescaia:
30 km, erholsame, ebene Strecke, schöne Maremma-Landschaft, ab Marina di
Grosseto Radweg durch Pinienwald, zuvor nur geringer Autoverkehr. Castiglione ist
die einzige wirklich sehenswerte Hafenstadt der ganzen Toscanaküste. Aber
Achtung: Ab Juni ist das Städtchen fest in deutscher Hand.
Unterkunft:
großes Angebot, Empfehlung unnötig.
6.
Etappe Castiglione della Pescaia - Massa Marittima:
53 km, über Macchiascandona eben bis Grilli, ab dann durch hügeliges Land bis
vor Massa, der übliche Schlußanstieg fällt mäßig anstrengend aus. Wenig
Verkehr.
Unterkunft:
schönes Altstadthotel Il Sole, Via della Liberta 43, Massa Marittima,
0566-901971
7. Etappe Massa
Marittima - Follonica - Pisa: 30
km bis Follonica, von dort wegen
sintflutartiger Regenfälle mit dem Zug
nach Pisa. Hätten wir aber auch gemacht, um die langweilige Strecke an der
Küste zu überbrücken. Leicht welliges, abwechslungsreiches Gelände
zunächst auf fast verkehrsfreier Strecke, die letzten Kilometer auf der
vielbefahrenen N 439.
Unterkunft: in
Pisa eine
echte Katastrophe!
8. Etappe Pisa
- Lucca: 32 km, überraschend
meist auf ruhigen Nebenstraßen, flach. Lucca im Gegensatz zu Pisa ein absolutes
Muß!
Unterkunft: ein
teueres 4-Sterne Hotel, Suche war nicht ganz einfach.
9.
Etappe Lucca - Vinci:
44 km, nach der Stadtausfahrt eine verlassen wirkende Gegend, kaum Verkehr,
landschaftlich weniger reizvoll. Überwiegend leicht zu fahren, vor Vinci
kleinere Anstiege.
10.
Etappe Vinci - San Gimignano:
56 km, anstrengend, von Empoli - Ortimino - Castel fiorentiono - Certaldo
sehenswertes Hügelland, aber leider viel Verkehr bis Certaldo, ab Certaldo dann
ruhig, mit dem Blick auf
die Skyline von San Gimignano eine Traumstrecke.
Unterkunft:
echter Tip sind die günstigen, großen und zentral liegenden Privatzimmer bei Duccio
Nacci, Via Santo Stefano 6, San Gimignano,
0577940842 (parlano solo italiano!).
11.
Etappe Rundtour um San Gimignano:
38 km, herrliche, aber mit etlichen Höhenmetern gespickte Rundtour um San
Gimignano (Camporbiano - Madonnia - Castel S. Gimignano - San Donato) mit weitem
Blick nach Volterra und einem Abstecher ins Val d'Elsa.
12.
Etappe San Gimignano - Spedaletto:
29 km, Überwechseln in Eratal, wo wir noch eine knappe Woche mit Freunden ein
Ferienhaus gemietet hatten. Schöne, autoarme
Fahrt durch die Colline metallifere. Wen's interessiert:
Ferienwohnungen
13.
Etappe Spedaletto - Casciana Terme und zurück:
62 km Ausflugstour in leicht welligem Land, fast kein Autoverkehr über Lajatico,
la Sterza, Terriciola. Schöne Abwechslung.
14. Etappe Spedaletto - Pontedera: 26 km flach durchs Eratal nach Pontedera, wo wir den Zug nach Florenz genommen haben. Von dort aus mit dem Nachtzug bequem nach hause.