Toscana - siete nel mondo del gallo nero!

Auf den ersten Blick ist die Toskana kein Landstrich für Radfahrer. Unerbärmlich strampelt man 50 m steil nach oben, um gleich wieder 45 m davon unnütz abzufahren. Und kaum ist man unten geht's wieder hoch. Trotzdem übt die Toskana eine unglaubliche Anziehungskraft auf Deutsche generell, und zunehmend auch auf Radtouristen aus. Den Grund finden Sie auf diesen Seiten und dem Fotoalbum , das wir getrennt davon angelegt haben,  wie auch die von uns benützten und empfohlenen Reiseführer.

Da ich mich noch gut an unsere erste von inzwischen 3 Touren durch die Toskana und den Streß bei der Planung davor erinnern kann, habe ich unabhängig von dieser Eingangsseite Streckenverläufe der Tour 1998 und der Tour 2001 ausführlich dargestellt. Als Hilfestellung für Einsteiger und Anregung für Kenner.
Die Tour 1998 führt durch den relativ unberührten und auch unbekannteren Ost- und Südteil der Toskana, die Tour 2001 könnte man dagegen als die klassische Runde durch das Herz der Toskana bezeichnen. Beide sind sie wunderschön!

 


Florenz vom Piazzale Michelangelo

In Florenz kommen wir in der Regel mit dem Nachtzug aus Deutschland an. Wer sich nicht gleich in den Rummel der Großstadt stürzen will, dem sei die Auffahrt zum Piazzale del Michelangelo empfohlen, von wo aus man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt mit Duomo und dem Palazzo vecchio sowie den Arno mit Ponte vecchio hat. Die Anstrengung lohnt sich!

zur Tour 1998 

zur Tour 2001


"Ihr seid in der Welt des schwarzen Hahns"

Der gallo nero ist das Wahrzeichen des Chianti, jenes rebenbewachsenen Hügellandes östlich einer Linie zwischen Florenz und Siena, auf dem der gleichnamige Rotwein wächst.
Für Radfahrer ein eher schwieriges Terrain, denn zum Einstieg geht es kräftig hoch. Nicht abschrecken lassen, dieser Landstrich ist es wert. Ein guter Standort für Tagestouren ist Radda, von dem sich die Welt der Weinberge erschließen lässt.



zum Fotoalbum

Dom in Siena

Wer ist die Schönste im ganzen Land? Von den großen Städten nach unserem Geschmack eindeutig Siena vor Lucca und Florenz. Sparen kann man sich dagegen Grosseto und - wohl zur Überraschung vieler - auch das weltberühmte Pisa. Außer der völlig überlaufenen Piazza dei miracoli ist es eine eher mittelmäßige Stadt.

Wohin noch in Italien?
Molise Südabruzzen
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Apennin/Garfagnana/Apuanische Alpen
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Piemont
Südtirol
Umbrien
Venetien

 

Die Ein- und Ausfahrten großer Städte sind  für Radler immer stressig. Eine gute Alternative für Besichtigungen ist daher das gut ausgebaute Busnetz in der Toskana. Wir haben z.B. Siena  von unserem Standort Pienza aus  besichtigt. 1 Stunde Fahrt im klimatisierten Bus durch die Traumlandschaft der Crete und man steigt an der Kathedrale San Domenico mitten in Siena aus. Florenz läßt sich problemlos mit dem Zug von Arezzo aus erreichen... Und einen Tag Pause kann man in dem Gelände ganz gut vertragen.

 
Campo in Siena

Volterra

Am reizvollsten sind die kleinen Städtchen in der Toskana, die scheinbar nur aus schöner alter Bausubstanz zu bestehen, aber leider wie einem Naturgesetz folgend immer auf einem Hügel liegen müssen...
 
Lassen Sie Volterra, Cortona, Pienza, Montalcino, Massa Marritima, Sovana... nicht links liegen. Im Gegenteil hier muß man eine Übernachtung einplanen. Denn vor allem hier haben wir das unverwechselbare Flair dieses Landstriches erlebt.

zur Tour 1998 

zur Tour 2001


Pienza

Ein einzelnes verlassenes Haus, hinauf führt eine Zypressenallee, drum herum wie geschwungene  Teppiche nur grüne Felder. Das ist das typische Postkartenbild der Toskana, in Wirklichkeit ist so aber nur die Crete. Eine surrealistisch anmutende Landschaft unterhalb von Siena von großer Faszination. Grün jedoch nur bis Ende Juni, dann gelb, ocker und zum Schluß braun, zieht sie uns jedes Frühjahr wieder in ihren Bann und wir müssen uns gute Gründe einfallen lassen, um die wellenförmige Landschaft im Dreieck Asciano - Montalcino - Pienza nicht schon wieder zu durchradeln.


Crete Senesi, Blick auf den Monte Amiata

San Gimignano

San Gimignano ist erst am Abend schön - meinen wir. Die Touristenhochburg ist von April bis Oktober von Unmengen, in Bussen herbeigekarrten Touris überschwemmt, vor denen sich nicht nur die Bewohner der citta delle belle torre in ihre Häuser verziehen. Auch wir sind gleich morgens aus der Stadt auf  eine Rundtour geflohen und erst am Abend zurückgekehrt, als der Massenrummel schon abgezogen war. Dann jedoch herrscht eine wundervolle Stille, die Osterien sind leer und die Menschen sitzen auf den beiden zentralen Piazze, Raben und Fledermäuse schwirren zwischen den imposanten Geschlechtertürmen hin und her... und das Städtchen rechtfertigt seinen Ruf als Schönstes der Toskana.

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Maremma heißt der fruchtbare Ackerlandstreifen zwischen der letzten Kette des Hügellandes und dem Meer. Wer ans Meer will, dem sei Castiglione della Pescaia empfohlen, ein schöner Badeort mit hübscher Altstadt über der Bucht. Nur ab Juli Vorsicht! Der Ort ist dann fest in deutscher Hand. Ansonsten ein guter Tipp.


Maremma

Loro Ciuffena

Das übliche Auf und Ab oder Radfahren im Hügelland der Toskana: Ebene Strecken sind selten und kurz, Anstiege häufig und oft unnütz. Dazu von der Straßenführung her sehr ungünstig geführt und kraftraubend.
Serpentinen, in denen man seinen Tritt fahren kann, sind leider selten. Dafür sind die colli nicht bewaldet, also schattenlos. Kehrseite: immer wunderbare Aussichten beim Schwitzen.
Also doch lieber den Donauradweg??? Auf keinen Fall! Nur die geplante Fahrleistung muß nach unten korrigiert werden. Mit Gepäck sind 40 km/Tag ganz o.k., alles über 60 nur in Ausnahmefällen empfehlenswert. Sonst erlebt man das genußvolle Abendessen nicht mehr, sondern ist stanco morte.

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Bahnfahren in Italien

 

Hinter dem Monte Amiata beginnt die unbekannte Südtoskana. Der erloschene Vulkan hat mit seiner Asche eine weiche Tufflandschaft geschaffen, in die sich auch kleine Flüsse tief einschneiden. Die malerischen Städtchen liegen auf bizarren Felsen, die Häuser scheinen über den steilen Felsabbrüchen hervorzuwachsen.


Monte Amiata
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Mai ist der ideale Monat für Radtouren in der Toskana. Schon sehr warm und meist mit einer recht stabilen Wetterlage ausgestattet und vor allem in vollem Grün. Oder in Grün mit roten Mohnteppichen und gelben Ginstersträuchern. Oder blass schimmernde Olivenbäume. Oder Felder voller blühender Luzerne. ... Der Hit aber sind die Millionen von Glühwürmchen, die sich nachts auf einem solchen Feld versammeln und sich leider jeder Fotografie entziehen.


Sovana, Südtoscana

Pisa, Piaza dei miracoli

Unterkünfte haben wir bei allen Touren nie vorgebucht.  Und das wäre auch nicht notwendig gewesen. Lieber gegen Mittag im voraussichtlichen Zielort anrufen und ein Zimmer reservieren. In den meisten Fällen kein Problem. Ausnahme waren die großen Touristenattraktionen Siena und Lucca, wo wir mehrere Absagen hatten, weil es nirgendwo Platz für die Räder gab.

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Dolce far niente? Vielleicht wollen Sie ja nach 14 Tagen Radtour - mehr ist fast schon zu viel - noch ans Meer? In der Toskana ja reichlich vorhanden, nur nicht überall schön. Unser Tipp: Die kleine Insel Giglio, die dem Monte Argentario vorgelagert ist. Eine gute Alternative sind auch die Ferienhäuser des immens anwachsenden Agriturismo, die heute allesamt einen Pool aufweisen.


Giglio Porto